Start | Home

|IPOCI| Mit dem Cochlea Implant (CI) ist eine erfolgreiche Schnittstelle zwischen Elektrophysiologie, Sinneserfahrung, Medienwissenschaft und Medizin bzw. Prothetik eröffnet, welche neben dem direkten Patientennutzen höchst interessante transdisziplinäre Forschungsperspektiven ermöglicht. Hörerlebnisse und -erfahrungen von CI-TrägerInnen im Rahmen ihrer Aktivierungs- und audiolo- gischen Einstellungsphasen können als Elemente eines interaktiven medialen Subjektivierungs- oder Sozialisierungsprozesses begriffen werden, in dem technische, sinnliche, medizinische, soziokulturelle und interaktionelle Entscheidungen und Erfahrungen ineinander verwoben werden.

Im Rahmen des Forschungsprojekts »Innovative Potentiale des Hörens mit dem Cochlea Implantat« (IPOCI) sollen mediengestützte, kooperative Verfahren entwickelt werden, die CI-TrägerInnen, ÄrztInnnen, TechnikerInnnen, Angehörigen, WissenschaftlerInnen, Gesundheitsinstitutionen, Vereinen wie z.B. die Deutsche Cochlea Implant Gesellschaft und CI-HerstellerInnen innovative Zugänge zum Hören mit dem CI eröffnen und neue Erkenntnisse zur »auditorischen Ökologie« (Noble 2008; Niels/Jensen 2005) im Rahmen einer komplexen medientechnologischen Assemblage generieren.